Freitag, 23. August 2024

Die hl. Irmgard von Aspel - 4. Das Fastentuch


Die Frühlinge ziehen über die fruchtebenen des Niederrheins. Die Sommer reifen die Lenzsaat zu neuem Brot. Herbste verglühen auf Strom und Wald in der wehmütigen Pracht abschiede. So sinken Jahre in gleichmäßiger Abfolge dahin und zeichnen, fast unmerklich erst, dann aber bestimmter und deutlicher, die Spur der Zeit in das Antlitz der Menschen.

Lange schon ruht das heilige Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde im frieden Gottes und im Schatten des Bamberger Domes. Konrad II. hat des Reiches Regiment in die Hände seines Sohnes gegeben. Auch dieser sucht, gottesfürchtigen Sinnes, das deutsche Land zu befrieden und seine Stärke zu festigen gegen die noch immer anstürmende Gewalt der Feinde von außen.

Irmgard von Aspel überschaut mit klugem Auge den reichen Besitz, der ihr aus dem elterlichen Erbe zugefallen ist. Fast dreißig Jahre sind seit des Vaters Tode verstrichen. Die Mutter ruht schon siebzehn Jahre neben dem Gemahl in der Gruft zu Rees. Voll schlichter Güte und mit der sicheren Festigkeit der leid und lebenserfahrenen Frau geht Gräfin Irmgard, die Schwester zur Seite, den ihr vorgeschriebenen Weg. In ausgedehnten Landfahrten, begleitet von Ihrem Gefolge, reist die Herrin von Zeit zu Zeit von einem der Güter zum anderen, überall helfende und ratend, wo sie eine Not und einen Misstand antrifft. Bis an die niederländische Grenze erstrecken sich die Waldungen Aspels; seine Weinbergen an den Hängen des Siebengebirges werden von der Sonne überm Rheinstrom angeglüht die Orte Rees, Emmerich, Strahlen und Süchteln gehören zu den Herrschaften des Schlosses „ am Meer“.

Armut und Not finden seinen Boden, wo die milde Gräfin waltet. Aus den Einkünften ihrer Güter entsteht eine Stiftung nach der anderen. Die Bauern und Pächter sind zufrieden, und ihr Mund wird beredet, wenn sie die Sorgen um Vieh und Fruchtland mit ihrer Herrin besprechen können, die versteht und hilft.

Der Kaiser ist Irmgard in großer Huld zugetan. Nicht nur weil ihr freundlich klugen Regiments ihm eine starke Hilfe wird in dem stets brodelnden Kessel der Gier und Habsucht seiner Großen am Rhein. Eine innere Gleichstimmigkeit der Seelen zieht ihn zu der edlen Verwandten hin. Irmgards Einfluß soll sich, so will es Heinrich III., so weit wie möglich ausbreiten im westlichen seiner Gaue. Darum überweist er Ihr zur Abrundung der Aspeler Gebiete ansehnliche Lehensgüter jenseits des Rheines. Die Urkunde ist von seinem Kanzler, dem Erzbischof von Mainz ausgefertigt. Sie trägt den Tag dieses hohen Gunstbeweises an „die geliebte Nichte Irmgard“ das Datum vom 15.Februar 1041 und ist im Archiv der Stiftskirche zu Rees noch heute zu sehen….

In der Frauenstube auf Schloß Aspel sitzt Gräfin Irmgard über eine Webe eingefärbter Leinwand von riesigem Ausmaß gebeugt. Ab und zu ruht ihre fleißige Nadel. Dann schweift der Blick der Stickerin durch den Auslug des Türmchens zu dem schönen Land, das sich um die Burg schmiegt wie ein schimmernder Prunkmantel. Der See liegt glatt unter dem ruhenden Sommertag. Um Ufer säumen zwei Reihen hoher Pappeln den Pfad, der nach Rees hinunterführt. Wie ein geöffnetes Tor lassen Sie den blitzenden Tag herein am jenseitigen Ende. In diesem Tor aber steht schön wie ein frommes Bild im Rahmen die Stiftskirche, die Irmgard und Ermentrud zum Gedächtnis an die Eltern haben bauen lassen.

So lieb ist Irmgard dieses Bild vom Fenster des Frauensaals aus. Ist doch ihr Fuß unzählige Mahle dort gegangen, wenn Ihr Herz Sie drängte, im Heiligtum in Rees zu beten. Sie liebt die einsame Stunde vor dem Altar, die Stille Zwiesprache mit Gott.

Die Reeser und die von Aspel schauen die hoheitsvollen Frau ehrfürchtig nach, wenn Sie ihr auf dem Wege begegnen. Sie nehmen das liebreiche Lächeln, das ihnen von der Herrin so gern geschenkt wird, als besondere Freude in ihren Tag. Kein Wunder, wenn unter ihnen eine Mär aufsteht, lieb wie die Aspeler Schloßfrau selber, eine Mär um jene Kirchgänge von Aspel nach Rees: Die Blumen, die Frau Irmgards Fuß berührten, welken nicht. Sie blühen fort und fort, durch den Herbst bis in die tiefsten Winter hinein. Anfang

Fortsetzung Folgt

Anfang => Die Geschichte der Heiligen Irmgardis

Freitag, 8. September 2023

Irmgardisoktav 10.-17.09.2023

 

Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet,

Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch.

Welchen Vorteil hat der Mensch von all seinem Besitz,

für den er sich anstrengt unter der Sonne (Koh 1,2-3).

 


Das Programm zur Oktav finden sie hier!

Samstag, 6. Mai 2023

Die hl. Irmgard von Aspel - 3. Sturm des Schicksals - Folge 2

3. Sturm des Schicksals

Schloss Heimbach

Kaum daß sie die Burg hinter sich haben, stößt eine Schar Bewaffneter zu den Reisenden. „Gevehard“, entfährt es der erstaunten Gräfin, „Gevehard, schickt Euch die Vorsehung hierher?“ Gevehard, ein Kindgespiele der Gräfin, hatte auf seinen Gütern im Eifelwald von den Übergriffen Balderichs gehört. Ungesäumt war er den Frauen entgegengeritten. Nun bietet er sich als Beschützer an.

„Wir danken Euch für eure Treue“, sagt die Gräfin leise und warm. „Davon haben wir nicht allzu viel erfahren seit meines Gemahls schmerzlichen Tot.“ Erlaubt mir, Euch bis zur Burg Heimbach das Geleit zugeben; die Zeiten sind unsicher und die Reise nicht ohne Gefahr.“

Die Straße zieht zuerst durch Wiesengrund dem festen Rees entgegen. Dann biegt Sie leicht nach dem Süden ab und lenkt dem Rheinstrom zu. Mit der Fähre würde man an das andere Ufer übersetzen und endlich hinter dem Aachener Land in die Berge hineinstreifen. Als der Strom in der Ferne aufblitzt, trabt einer auf einem Pferd in die Richtung auf Aspel zu. Der drängt dicht an das Pferd Irmgards heran. „Nun reite ich doch wieder auf die Burg“, zischt es an Irmgards Ohr. „Hörst du, an den See, wo man mit dicken Steinen die Fische treffen kann. Und dich, dich fange ich mir doch einmal.“… Und drückt dem Pferd die Sporen in die Weichen, daß es senkrecht Aufsteigt, und rast davon. „Der Goswin!“ murmelt blaß das Mädchen. Und Ihre Hand die die Zügel hält, zittert. …

Am Rhein liegt der Abend schon über dem Wasser und mischt sein rotes Gold in die rastlos ziehenden Wellen. „Wohin sie nur alle streben?“ meint Irmgard, die zum erstenmal vor dem prächtigen Strome steht und an dem wunderbaren Anblick ihrer Schrecken vergißt. „Unaufhörlich löst eine Welle die andere ab. Nichts bleibt. Alles zerfließt, wie auch unser Leben zerfließt, wie auch unser Leben zerflossen ist seit des Vaters Tod.“

Sonntag, 9. April 2023

Die hl. Irmgard von Aspel - 3. Sturm des Schicksals - Folge 1

 3. Sturm des Schicksals 

Graf Godizos Wunden wollten nicht heilen. Woche um Woche zog ins Land, ohne daß eine Besserung eintrat. Siech und elend lag der sonst so lebensfrohe in seinem Gemach. Er klagte nicht. Aber die Wolke über seiner Stirn wurde immer düsterer. Immer seltener richtete er das Wort an die Frauen, die ihn mit leiser, linder Liebe betreuten. Denn auch Irmgard schien seit des Vaters Krankheit von fraulichem Ernst erfüllt, der weit über ihre Jahre ging. Die Mutter fand in der Tochter eine Stütze, die Sie nicht missen mochte in den schwarzen Tagen. Bei Irmgard wusste sie auch ihre jüngstgeborene, die kaum zweijährige Ermentrud, in besten Schutz.

Als die Lenzsonne wiederum milder übers Land scheint, sitzt Irmgard mit der kleinen

Schwester an der Wiese „am Meer“. Sorglos die kleine. Ihre Hände haschen nach den ersten Faltern und graben mit drolliger Ungeschicklichkeit die Lederblümchen aus der duftenden Erde. Irmgard aber sieht das Spiel von Licht und Schatten in dem Laub der alten Buche und sinnt über das Leid nach drüben im Schloß: Wie soll ich es anfangen, da hinein Licht zu tragen? O wenn doch die Muhme da wäre! Die könnte vielleicht raten und helfen…

Droben aber wechseln die Eltern ernste Rede. „Sei mir darin zu Willen“, bitte der Graf sein Weib mit dunkler Stimme. „Ich sterbe ruhiger dann“ … Mit Tränen in den Augen wehrt die Schloßfrau: „Sprich nicht vom Sterben, mein Gemahl. Denke an die Kinder. Denke an mich. Du wirst genesen an der größeren Kraft der sommerlichen Sonne“… „Ein Austausch mit einem Freund ist mir willkommene Freude. Glaubt mein Weib, das Freude mir schaden kann?“ „Ich will ihn zu Gast bitten“, seufzt die Gräfin, „möchte dir die Anstrengung nicht von Übel sein“…

Etliche Tage später sprengt Graf Gerhard vom Moselgau zum Schloß Aspel hinan. “Ihr seid mir vertrauenswürdig, Graf. Denn edle Sippe, wie seine edlere im Land, nennt Ihr Euer Eigen. Und Ihr habt einen blanken Schild und ein tapferes Herz, das sich hilflosen gern annehmen wird.“ Rasch streckt Graf Gerhard dem Siechen die Hand entgegen. „Sorgt Euch nicht. Ich will die Euren schon schützen. Und mögen noch so viele Feinde gegen Sie aufstehen. Hei, Waffenwerk und Waffenruhm! Wo es ehre zu erringen gibt, fehlt der Moselgau nie!“ Die helle Luft am Kampf lodert aus der jungen Ritters Blick. Er war tapfer und wollte auch ehrlich halten, was er versprach. Daß er durch seine Gemahlin, die Gräfin Eva, ein nahester Verwandter des Kaiserpaars geworden war, schien beim Grafen Godizo Grund genug, gerade ihn den Schutz und die Sicherheit der seinen anzuvertrauen.

Trotzdem bestürmen nach jener Unterredung, von der er sich klare Beruhigung versprochen hatte, erneut düstere Zweifel seine Seele. Ist Gerhard wirklich der Mann, in dessen Hut er sein Lieben wissen möchte, wenn man ihm, dem Grafen am Meer, bald den Grabhügel gewölbt haben wird und die Totenpsalme gesungen?

Freitag, 7. April 2023

Die hl. Irmgard von Aspel - 2. Kindertage auf Burg Aspel - Folge 2

Haus Aspel 1894

Kindertage auf Burg Aspel - Folge 2

Da schallt von unten die Stimme des Burgherrn. Scharf, befehlend. Knechte laufen hin und her, das Tor wird dröhnend zugeschlagen. Die Gräfin geht mit Irmgard dem Vater entgegen, der aufgebracht vor seinem Knecht steht und einen Streifen gesiegelten Papiers hält, das ihm der Kapellean gleich lesen soll. Im selben Augenblick mit der Gräfin und Irmgard tritt dieser zu der finsteren Gruppe. Der Knecht ist vom Herrn Godizos Mannen aufgehalten worden, als er voller Heimlichkeit Botschaft trug zwischen Udela und Balderich: „Wenn du mir helfen willst gegen Aspel, soll es dich nicht reuen. Gemahl der Udela zu heißen, ist wahrlich nicht geringe Ehre“…

„Du kannst gehen“, herrscht der Graf den Knecht an, „sag Deiner Herrin, du habest die Botschaft in die rechten Hände gelegt, und laß dir den Botenlohn von ihr selbst auszahlen.“

Auf Aspel begann noch am gleichen Tag gewaltiges Rüsten. Man wusste, dass man sich vorzusehen hatte. Bei all dem herrschte ruhige Zuversicht. Graf Godizo durfte es auf eine Belagerung ankommen lassen. Seine Burg war weitum gerühmt wegen ihrer Festigkeit und der Höhe ihrer Türme. Sie war nur von einer Seite her für den Feind zugänglich. Auf allen anderen jedoch aufs trefflichste geschützt durch „ das Meer“ und das sie umgebende Sumpfgelände.

Es dauerte denn auch nur wenige Tage, bis der Wächter heranziehende Reiter meldete. Balderich schickte sich mit anderen Verbündeten zu einem Sturm auf Aspel an. Vergeblich. Das Schloß behauptet sich. Wütend zogen die Belagerer schließlich wieder ab. Aber sie ließen ihren Zorn an der wehrlosen Bevölkerung in den benachbarten Gebieten aus. Fruchtbare Acker wurden verwüstet, die Gehöfte ein Raub der Flammen.

Der Graf aber war durch einen Pfeil an der Schläfe getroffen worden und liegt nun mit verwundener Stirn auf einem Lager. Seine Gemahlin sucht lindernde Salben und die weichsten Tücher, den Brand in der Wunde zu kühlen.

Irmgard streichelte leis die Hand des geliebten Vaters. Sie mag nicht wie sonst in den Garten hinuntergehen und zu ihrem Lieblingsplatz „ am Meer“. Sie sieht nicht die Sonne auf den Wegen vor dem Schloß. Sie sieht nur den Vater mit der dicken Binde um den Kopf, die Mutter, aus deren Antlitz jedes Lächeln gewichen ist. Wie soll man denn das Licht in das Dunkel tragen, wenn alles Licht zerbrochen ist und verweht wie Staub im Sturm? 

Fortsetzung => 3. Sturm des Schicksals

 

Freitag, 24. März 2023

Die hl. Irmgard von Aspel - 2. Kindertage auf Burg Aspel - Folge 1

 

Kindertage auf Burg Aspel - Folge 1 

Irmgard ahnt noch wenig von drohender Gefahr, die sich um ihr kleines Leben zusammenballt. Noch atmet ihre Seele Paradieseshauch. Noch weiß sie nichts vom Hass und Neid der Menschen. Alles ist so selbstverständlich in ihrer Kinderwelt: die Sorge der liebenden und heißgeliebten Mutter, die hingebende Treue Gerburgas, der alten Kindermagd, die herrlichen Augenblicke, wenn der Vater zu Hause ist und mit seinem Kind fröhlich scherzt. Achtsam erlauscht sie sein Kommen; jauchzend springt sie ihm entgegen, wenn er müde und bestaubt durchs mächtige Schlosstor reitet.

Lauter Glück und Geborgenheit ist Irmgards Reich. Dazu gehört auch der Garten, der sich hinter der Burg zum Walde hinzieht. Dort spielt sie unter den dickstämmigen Buchen und den knorrigen Eichbäumen. Dort vergnügt sie sich auf der Wiese, die zwischen dem Wachtturm und dem Graben blüht. Oder aber sie sitzt stundenlang bei den Silberpappeln "am Meer", dem großen See, der die Burg uneinnehmbar macht.

Der Wind haucht blitzende Kreise auf die Wasserfläche. Die Sonne wirft Goldstaub über das Geringel. Mücken tanzen ihre zuckenden Reigen im warmen Licht. Das Kind sitzt davor und schaut dem Leuchten zu und dem vielfältigen, spielendem Leben, das auch in ihm selbst pulst. Am jenseitigen Ufer sieht sie das Schloss ragen. Drinnen weiß sie die Mutter und die vielen aus dem Gesinde, die immer gut sind und lachen, wenn das Kind erscheint.

!Irmgard!" klingt da eine Knabenstimme von der Plankenbrücke her, die zu einer schmalen Landzunge führt. Über den Steg gelangt man schnell zu der äußersten Spitze der kleinen Halbinsel: ein wunderschönes, ganz von Wasser umgebenes Plätzchen, das zu betreten leider die Mutter strenge verboten hat. "Irmgard, wo steckst du?" Zornig und böse klingt es. "Komm schnell, sonst..." Das Kind fährt bei diesem Ruf zusammen. Es lässt die Blumen fallen, die es durch prunkvolle Verschlingung der Stiele zu einem Kränzlein flechten wollte. Hastig springt sie von der übermoosten Baumwurzel. Der Goswin! Wie kommt der wieder in die Burg? Irmgards Herz stößt in wilden Stößen. Immer wenn Goswin in der Nähe ist, überkommt sie jähe Angst. Da taucht er schon aus dem Gebüsch am Ufer. "Irmgard, was treibst du da so allein? Komm, wir spielen!" Ein wohlgezielter dicker Stein schlägt platschend neben dem Kind in den See. Das aber fängt an zu weinen und läuft dem Schlosse zu. "Lauf nur, dumme Trine, ich werde dich schon fangen...Dann sollst du was erleben."

Wütend springt der Junge der fliehenden her. Diese aber schreit zum Erbamen: “Mutter, Mutter!“ und „Gerburga, Gerburga!“… Wenn die doch in der Nähe wäre, die Gerburga! Denn nun ist in dem Kind wirkliche Not!

Goswin ist das erste Dunkel in diesem hellen Kinderleben. Er bringt Bedrohung, Schrecken, atemraubende Furcht. Goswin stört nicht nur böswillig jedes Spiel. Er reißt Irmgard an den blonden Haaren, er peinigt Sie wo und wie er nur kann.

„Warte, ich will dich schon fangen.“ Dies Kriegsgeschrei jagt das kleine Mädchen unzählige Male aus seinem lieblichen Spiel. Jagt es, bis es in schützenden Armen sich beruhigen kann, bis die dunkle Not in der Kinderseele vom guten Wort der Mutter oder der Amme gebannt wird.

Graf Godizo hat den halbwüchsigen einmal im Stalle bei den Pferden überrascht, wie er voller Hingegebenheit sein abscheuliches Tun die Tiere quälte. Ein anderes Mal traf er ihn hinter dem Gesindehaus, damit beschäftigt, einer Lerche die Augen auszustechen. Graf Godizo hatte den Knabenscharf zur Rede gestellt und ihm verboten, je wieder ins Schloß zu kommen. Seitdem hatte sich die Spannung zwischen Godizo und Balderich, des Knaben Vater und des Aspeler Grafen Waffengefährten beim Sturm auf Uplade, noch verschlechtert. Das diese Entfremdung bestand und wuchs, war dem Grafen „vom Meer“ eine ebenso traurige wie rätselhafte Tatsache. Seitdem Balderich im Verein mit Godizo die Feste Uplade gebrochen hatte, wich er dem Freunde offensichtlich aus. Er erschien nicht, als das der Graf zur Jagd lud und das frohe Halaliklang in den dichten gräflichen Wäldern. Er fehlte im Herrensaal beim Bankett, als Godizo mit seinen Mannen den Sieg über die unholde Gräfin Udela feierte.

Sonntag, 20. November 2022

Die hl. Irmgard von Aspel - 1. Kapitel Ahnenerbe


 

Ahnenerbe

Breit und grau schlägt die Woge der Nordsee an den flachen Strand. Breit und grau wälzt der Rhein seine Flut dem Meer entgegen. In gleichmäßiger Wiederkehr dröhnt der Aufschlag der Wasser gegen die Küste: Ewigkeit, Ewigkeit. Der Strom aber, wie aus innerem Müssen gedrängt, schiebt sich am Tag der Menschen vorüber, bis er sich in diese Ewigkeit ergießt. So vielgestalt ist dieser Menschen Tag an seinem Ufer. Schön und friedlich die Triften mit dem weidenenden Vieh, verträumt an den schilfumwachsenen Seen, in denen das Wassergeflügel gurrt und raschelt; voll heimlicher Geborgenheit in den Kampen hinter den Wallhecken und den Eichenwäldchen; unirdisch feierlich, wenn der Glanz des Abends über der endlosen Ebeneleuchtet und die Weizenfelder im späten Winde wallen wie ein riesiger Ozean.

Nirgends wird der bewundernde Blick aufgehalten. er schweift in verblauende Fernen. Er schaut den gereihten Pappeln nach und den segelnden Wolken. Er folgt dem Flug der Vögel und nimmt sich aus der feierlichen Weite zurück, um sich an einer lieblichen Nähe festzusaugen: einer kleinen Wiesenblume, der Efeuranke am Stamm einer alten Linde, dem Plätscherbrunnen vor einem freundlichen Bauernhaus.

Aber auch schaurig kann die Landschaft sein am Niederrhein. Dann heulen die Stürme zur Zeit der Eisschmelze. Dann brechen die gestauten Wasser über die Dämme. Dann beginnt das Land zu klagen und steht machtlos vor der Wut der Naturkraft. Die wühlenden Wogen treffen das nährende Land. Schwarze unheimliche Kolke1 zeigen auch dem Enkel noch, wo das Unheil der Menschen Glück und Gut zerstörte.

Dieses Land erzieht sich Menschen mit hartem Willen und zäher Geduld. Menschen, die ihre Kräfte einzuspannen wissen gegen die dunkle Not, gegen feindliche Übergriffe in den eigenen Besitz. Sie sind im Kampf erprobt, die Menschen dieser Erde. Nicht nur im Kampf gegen die Naturmächte: Kampf, Abwehr, Eroberung in heißem Ringen steht auf den Blättern ihrer Geschichte. Kampf im äußeren Machtbereich, schwerer Kampf zwischen dämonischer Finsternis und lichter Klarheit, zwischen Bosheit und besserer Einsicht im Reich der Seele.

Gerade in diesen trutzigen Männern und starken Frauen des niederdeutschen Bodens mochten die sanften Lehren des Christentums auf harten Widerstand stoßen. Darum erlebt dieses, indem es am Niederrhein an Boden gewann, zugleich die fürchterlichsten Offenbarungen des Hasses der Unterwelt. Um die Wende des 1. Jahrtausends rührt hier die helle christliche Gesittung messerscharf an die Abgründe teuflischer Gelüste und Taten. Fromme Frauen atmen gleiche Luft mit solchen, denen Grausamkeit und Herrschbegier jedes frauliche Empfinden ertötet hat.

Die Rechtlichkeit des christlich deutschen Edelmannes wird durchkreuzt von der Maintat und der Falschheit des Gewaltsamen, der durch Unrecht und Blut zu seinem Ziele gelangt. Für jede Ruchlosigkeit hatte man ja das noch frische Beispiel am Feind, der vom Norden kam und jahrhundertelang die Geißel des Landes blieb. Verbrannte nicht Utrecht lichterloh zu einem Aschenhaufen, als die Nordmänner dort wüteten? Leuchtete nicht der Dom zu Xanten wie eine Riesenfackel durch die Nacht? Die Menschen liefen um ihr Leben zu den ummauerten Höfen auf den Moränenwällen. Sie duckten sich, wie verscheuchte Vögel sich ducken, wenn der Geier kommt. Sie blieben im Schutz des Landadels, der nun seinerseits in Gefühl vermehrter Macht Dienste forderte und Gefolgschaft von denen, die sie in ihre festen Plätze hineingenommen hatten. Es kam zum Kampf zwischen Edelling und Edelling. Als nach fünfzehnmaligem Einbruch die Normannen den Rhein verließen, um anderswo neuen Eroberungen nachzugehen, wurden die Machtansprüche von Burg zu Burg ausgetragen im geheimen und offenen Zwist. Das Land am Niederrhein ist der Boden, dem die heilige Irmgard von Aspel entsproß. Feindeinbrüche und Bruderfehden bilden den lärmvollen Hintergrund vor dem dieses Frauenleben steht. Nein, nicht den Hintergrund. Irmgard wird hineingezogen in den Strudel schicksalshafter Verwirrungen ohne daran selbst verwirrt zu werden; in diese Frevel und dunklen Irrungen, ohne selbst in die Irre zu gehen; sie ist wie ein helles, reines Licht, was dort leuchtet, wo es von der Vorsehung hingestellt wird, das wärmt und die Umgebung glücklich und besser macht, ohne viel Worte, einzig durch die Kraft ihres Wesens und die Taten ihrer Liebe.

Freitag, 18. November 2022

Die Geschichte der Heiligen Irmgardis

Dies Land am Niederrhein ist der Boden, dem die heilige Irmgard von Aspel entsproß. Feindeinbrüche und Bruderfehden bilden den lärmvollen Hindergrund, vor dem dieses Leben steht. Nein, nicht den Hintergrund. Irmgard wird hineingezogen in den Strudel schicksalshafter Verwirrungen, ohne daran selbst verwirrt zu werden; in diese Frevel und dunklen Irrungen, ohne selbst in die Irre zu gehen; Sie ist wie ein helles, reines Licht, das dort leuchtet, wo es von der Vorsehung hingestellt wird, das wärmt und die Umgebung glücklich und besser macht, ohne viel Worte, einzig durch die Kraft ihres Wesens und die Taten ihrer Liebe.....

....Die Dämonie des Heidentums tobt sich gegen die Lehre Christi aus in jener Wende um das Jahr 1000. Aber Sie vergeht in der Ohnmacht von der sieghaften Kraft, die das Evangelium aus den Herzen schlägt. Gegen Udela steht in überwindener Güte die Tochter des Grafen Godizo "vom Meer": Irmgardis von Aspel. Godizo selbst, obgleich er desselben Blutes ist wie Udela, kämpft mit seinen Mannen gegen sie. Der brennde Pechkranz entfacht den Brand auf Uplade. Es sinkt in Trümmer und Asche.
So klingen Waffengeschrei und Kampflärm in das erste Bewußtsein der kleinen Grafentochter von Aspel. Es glutet Brandröte in ihre Kinderträume. Es gelt an den Ufern des Niederrheins der Schrei nach Rache und Vergeltung.....


Irmgard von Aspel - Lebensschule der Gottesfreunde Nr.40 1940
M.Goldmann, Andrea SSU.

Inhalt:
Ahnenerbe - hier
Kindertage auf der Burg Aspel - Teil1Teil2
Sturm des Schicksals - Teil1, Teil2
Das Fastentuch - Teil 1
Auf dem heiligenberge bei Süchteln
In Rom läuten wunderbar die Glocken
O heiliges Kreuz! 
Die Hachtpforte
Ein Grab im Kölner Dom 

Donnerstag, 17. November 2022

Sturmnovene zum heiligen Josef

In der Irmgardisstadt Süchteln liegt im dortigen Johannestal die Landesklinik. Dort war in den 20er Jahren auch eine Orthopädische Provinzial Kinderheilanstalt, diese wurde geführt von den Schwestern der Genossenschaft der christlichen Schule der Barmherzigkeit. (In Deutschland genannt "Paderborner Schwestern der christlichen Schulen von der Barmherzigkeit", Mutterhaus Heiligenstadt). Die ersten beiden Schwestern trafen am 29. juli 1921 in Süchteln ein.... also vor ziemlich genau 100 Jahren. 

Aufgrund der schnellen Vergrößerung der Kinderheilanstalt wuchs auch die Zahl der Schwestern zusehends... und hatte 1927 bei der Eröffnung der Erweiterungsbauten bereits die Zahl von 40 Schwestern erreicht. In den 50 Jahren gehörten dem Süchtelner Konvent rund 50 Ordenschwestern an. Sie waren in der Pflege und in allen Bereichen der Klinik tätig, ob es nun Küche, Wäscherei, Verwaltung und Reiningung, Sakristei oder Beschäftigungstherapie waren. Hier ist ein Blick in die Arbeit der Schwestern in der Orthopädie zu sehen, hier.

Im Jahr 2004 zählten noch sieben Schwestern zum Konvent Süchteln.Sie waren nicht mehr in der Krankenpflege tätig, machten aber noch betreunede und seelsorgerische Dienste. Die Altersgrenze machte es erforderlich, dass sie in ihr Mutterhaus im westfälischen Bestwig und andere Ordenshäuser zurückberufen wurden. Am 11.12.2004 wurden sie verabschiedet. Und am 22.3.2005 reisten dann auch die letzten drei Schwestern ab. 

In den 83 Jahren die die Ordenschwestern in Süchteln waren, erlebten sie auch sehr schwierige Moment. Hier wird vom Ende des zweiten Weltkriegs berichtet und dem Einmarsch der Amrikaner in der Orthopädie.

Sturmnovene zum heiligen Josef

Im Zweiten Weltkrieg war auch die Orthopädie von Bombenangriffen und Artilleriebeschuss betroffen. Not und Mangel, Bomben und beschuss, Evakuierungen, Einquartierungen und Kriegslazarette waren zu bewältigen.Nicht zu beschreiben ist der persönliche Einsatz, um mit diesen Schwierigkeiten fertig zu werden und dennoch den jungen Patienten zu helfen. 
 
Schwester Maria Roswitha erzählt wie sie am 1.3.1945 das Ende des Krieges erlebte, als die Amerikaner über die "Rodelbahn" von den Süchtelner Höhen herab und in der Nacht polternd die Treppe herunter kamen: "Gegen Mitternacht werde ich wach, höre englisdche Laute und meinen Namen rufen. "Hier ist die Schwester", höre ich auf deutsch.
 
"Bloß nicht an mein Bett, ich ziehe mich an", rufe ich. Ob er es verstand, ich weiß es nicht, jedenfalls kommt er nicht, er wartet. Dann: "You are sisters here?" - "Yes!" - "It is war. We are looking for German soldiers." - Here no German soldiers, here is a Childrens Hospital! We are under." Mit diesem Hinweis auf die jungen Patienten im Keller gaben sich die Soldaten zufrieden und verzichteten auf eine weitere Untersuchung des Hauses.
Einige wenige Schwestern, die sich zum schlafen niedergelegt hatten, hörten erst am anderen Morgen von den Vorgängen in der Nacht. So ruhig und still hatte sich alles vollzogen. 
 
In der Zeit nach dem Krieg berichteten dier Schwestern von einer verlangten Räumung der gesamten Klinik und einer "Sturmnovene zum heiligen Josef" mit den Kindern, die offenbar am 18.03.1945 erhört wurde. "Ich höre noch das erlösende Wort des Captain: Sie können bleiben hier!"


Montag, 28. September 2020

Heiliggeisthaus Hospital, Köln

Wie hier schon berichtet, gründete St. Irmgardis das erste Hospital in Köln.
Auf diesen Bildern aus dem 19. Jhd. ist die markante Frontansicht des Gebäudes zu sehen, Bilder durch anklicken vergrößern:


Heiliggeisthaus (mit Kapelle) um 1840



Lage des Hospital zum Heiligen Geist

Durch die unmittelbare Nähe zum Kölner Dom, findet sich das Hospital auf einigen alten Ansichten des Kölner Doms:
Kölner Dom um 1830

Kölner Dom um 1830

Das Heiliggeisthaus in Köln wird erstmals 1056 urkundlich erwähnt und zählt somit zu den Ältesten. Es soll nach dem Vorbild des Hospitals Santo Spirito in Sassia (Rom) entstanden sein. Es liegt somit nahe, das St. Irmgardis auf einer ihrer Pilgerreisen nach Rom durch das englische Hospiz (Sassia = Sachsen) inspiriert wurde. Das Hospitalwesen der Heilig-Geist-Häuser hat sich über ganz Deutschland und das christliche Europa verbreitet hier

 

 28.09.2020, erweitert um eine Aufnahme vom Heiliggeisthaus Hospital um 1806:

 

Montag, 14. September 2020

Blick in die Agneskapelle - Kölner Dom

Ein besonderer Blick von der Empore des Chorraums im Kölner Dom

Über den Dreikönigsschrein rechts zum hell rotleuchtenden Altar in der Agneskapelle: 

 

Die Grablege der Heiligen Irmgardis, blau umrandet:


Danke für die Fotospende!

Freitag, 11. September 2020

Trotz Corona pilgern wir zur Heiligen Irmgardis

 Eindrücke zur Irmgardisoktav 2020 auf dem Heiligenberg in Süchteln:

Um Bewahrung vor Übel und Leid

Heilige Schutzpatronin Irmgardis, du liebevolle Helferin deiner Verehrer, 
ich bitte dich, sei meine stete Fürsprecherin bei Gott und erflehe mir seine Gunst,
daß er mich und alle Angehörigen vor Krankheit und Gebrechen huldreich bewahre.
 
Du hast ja immer den Leidenden dein aufrichtiges Mitleid bezeugt und sie in 
mütterlicher Sorgfalt gepflegt und getröstet. Sei darum auch mir Mutter und Schützerin,
die ihr Kind nicht in Kummer und Pein versinken läßt. 
Flehe mit mir, die du Jesus Christus so getreulich nachgefolgt bist, daß er mich und 
die Meinigen nicht mit schwerer Krankheit heimsuche, alle irdischen Jammer von 
meinem Hause fernhalte und trübe, armeselige Zeiten jetzt und künftig abwende.
 
Doch mit dem göttlichen Heiland am Ölberg bete ich: "Herr, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!" Ist es zu meinem ewigen Heile, ein Kreuz auf meine Schultern zu laden, dann gib mir, o Gott, die rechte Erkenntnis von dem, was mir dienlich ist, und ein starkes Herz, daß keine Trübsal mich niederbeuget, der Du lebest und herrschest in Ewigkeit. Amen.
 
Aus dem Irmgardisbüchlein 1954, Süchteln

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Auf halbmast?

Sonntag, 5. April 2020

Palmsonntag 05.04.2020 - St. Clemens, Süchteln


In der Coronakirse ist es plötzlich möglich, die Urchristliche Zelebrationsrichtung "ad Orientem".
Ad orientem (lat. ad orientem solem‚ „in Richtung auf die aufgehende Sonne“)  bezeichnet in der christlichen Liturgie eine Gebetsrichtung, insbesondere des Zelebranten am Altar. 
 
St. Clemens ist so gebaut, dass der Altar in Richtung Osten steht. Diese Ausrichtung nach Osten bezeichnet man als Orientierung, denn der Osten heißt ja lateinisch Orient. Hinter diesem Brauch verbirgt sich eine schöne Symbolik von bleibender Bedeutung.

Christliches Beten und Hoffen hat immer eine ganz konkrete Richtung, nämlich ad Dominum, d. h. zum Herrn hin. Wie sich aber inner­lich das Herz des Betenden und die Sehnsucht des Hoffenden auf Christus hin ausrichten, so war es für das frühe Christentum selbstverständlich, auch äußerlich nach Osten hin zu beten. Die Ausrichtung nach Osten meint also zugleich eine äußere und eine innere Richtung.


 „In der Hoffnung, das gleiche Ziel zu erreichen, gemeinsam in die gleiche Richtung schauen“.

 






Mittwoch, 4. September 2019

360° Heiligenberg Süchteln - Rundgang an der Irmgardiskapelle

Am heutigen 4. September dem Festtag der Heiligen Irmgardis, schalten wir den virtuellen Rundgang 360° an der Irmgardiskapelle frei. HIER

Hochbedauerlich ist es, dass in 2019 die Irmgardisoktav vom 07. bis 15. September nicht auf dem Heiligenberg stattfinden wird. Wegen der andauerenden Trockenheit und dem dadurch möglichen plötzlichen Astbruch von Bäumen, findet die Irmgardisoktav in der Pfarrkirche St. Clemens statt. Das Oktavprogramm mit den Messzeiten hier .
  
Die Irmgardiskapelle ist an den Oktavtagen dennoch jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr geöffnet!

Sollten Sie es in dieser Zeit nicht schaffen das Heiligtum von Süchteln aufzusuchen, haben sie jetzt die Möglichkeit, den Heiligenberg und die Irmgardiskapelle virtuell zu erkunden und vor dem Altar der Kapelle zu verweilen!


Special thanks go´s to Wayne !
Thanks a lot for your technical support to make this virtuell tour possible for us!

Freitag, 23. August 2019

Graböffnung der Heiligen Irmgardis 2019

Da in diesem Jahr der 4. September auf einen Wochentag fällt, werden im Kölner Dom mehrere Heilige Messen in der Agnes-Kapelle gefeiert. Das ist die Seitenkapelle des Doms in der die Heilige Irmgardis beerdigt ist, wie schon hier berichtet.

Weiter Informationen zu den Gottesdienstzeit im Kölner Dom entnehmen sie hier:








Sonntag, 5. Mai 2019

Himmelsblüte



Ipsa me deduxerunt et adduxerunt in montem sanctum tuum et in tabernacula tua.

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Daß sie zu Deinem heiligen Berg mich leiten und mich führen in Dein Zelt.

Donnerstag, 4. April 2019