Montag, 12. September 2016

Irmgardisoktav 2016 beendet

Die Irmgardisoktav ist am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen.

Irmgardiskapelle 2016

Das diesjährige Oktavthema war "Seht Euch die Vögel des Himmels an!" (Mt 6, 26)
Pfarrer Dr. Michael Schlösser erinnerte am Donnerstag, den 08.09.2016, in seiner Predigt an den Hahn als biblischen Vogel. Er wies darauf hin, dass der Hahn die Fähigkeit besitzt, das Zwielicht und das Undurchsichtige am Morgen zu durchschauen und vor Gefahren zu warnen, die für das menschliche Auge - noch - nicht wahrnehmbar sind. Der Hahn auf der Wetterspitze der Kirche dreht sich stets mit dem Kopf gegen den Wind, er schreit auch seine Warnung gegen den Wind.

Diese Eigenschaft des Hahns sollte auch für Christen gelten - gerade heute - so Pfarrer Schlösser.

Es ist wirklich zu beobachten, dass der Wetterhahn von St. Clemens seinen Kopf gegen den Wind dreht, wie im Video zu beobachten:


 

Mittwoch, 7. September 2016

Die Irmgardisglocke von St.Clemens

Eine sehr bewegte Geschichte gibt es zu berichten über die Irmgardisglocke von St.Clemens in Süchteln. Im zweiten Weltkrieg wurden zwei Glocken, darunter die Irmgardisglocke, aus dem Kirchturm durch die Nationalsozialisten abgelassen und wurden dann zur Einschmelzung nach Hamburg gebracht. Das war eine im ganzen Dritten Reich durchgeführte Aktion zur Gewinnung von Bronze als kriegswichtiges Material zur Herstellung von Munition.

Glockenfriedhof Hamburg
Allein die schiere Masse der beschlagnahmten Glocken im Gegensatz zur ablaufenden Zeit der Nationalsozialisten führte dazu, dass die Irmgardisglocke nicht eingeschmolzen, sondern wieder nach Süchteln zurückgebracht wurde. Unzählige Glocken wurden für immer zerstört.

Glockenfriedhof Hamburg
Diese Bilder zeigen auf erschreckende Weise die Dimension des Glockenraubs und die Verachtung, die der Nationalsozialismus gegenüber dem Christentum hegte.


Wie durch Fügung des Himmels wurden nach dem Krieg die Süchtelner Glocken vom Glockenfriedhof in Hamburg wiedergefunden und am Himmelfahrtstag 1948 in feierlicher Prozession vom Krefelder Bahnhof mit dem LKW heimgeholt nach St.Clemens, Deo Gratias!


Heimkehr der Süchtelner Glocken 1948 -
Im Hintergrund die Weberei Stockschläger Tönisvorster Str., heute Lidel



Irmgardisglocke heute, anläßlich der Turmbesteigung zur Oktav 2016

 Irmgardisglocke heute


Bilder mit freundlicher Unterstützung
von K.-W. Bleischwitz

Montag, 5. September 2016

200 Fahnen Hl.Irmgardis, Bitte für uns!

Anlässlich der diesjährigen Irmgardisoktav hier, sind auf dem Heiligenberg 200 Papierfähnchen verteilt worden. Als Vorlage diente ein historisches Bild das der Süchtelner Sammler K. W. Bleischwitz zur Verfügung stellte. Da die Fähnchen für die Süchtelner Kinder ein Geschenk waren, gilt der Dank umso mehr den Spendern, die für den Ausgleich der Druckkosten i.H.v. 150 € gesorgt haben. Vergelt's Gott!


Hl.Irmgardis, Bitte für uns! Andenken an Süchteln.

sanctirmgardis.blogspot.de

Aufstieg zum Heiligenberg 2016



Aufstieg zum Heiligenberg 2016

Aufstieg zum Heiligenberg 2016



Donnerstag, 1. September 2016

Faktencheck St. Irmgardis

Hl. Irmgardis, Patronin von Aspel, bitte für uns!

Irmgardis war Ur-Nichte eines Erzbischofs, Ur-Enkelin und Enkelin von Pfalzgrafen, verwandt mit drei Kaiserhäusern und drei Päpsten, die mit den ältesten, vom 7. Jahrhundert genannten, Herrscherhäusern versippt waren.

Sie stifftete als Gräfin von Zutphen und Landesregentin von Aspel-Niederrhein drei Kirchen, bzw. Kapellen (Rees, Haldern, Köln), ein Kollegialstift und vermachte an Kirchen und Abteien Ländereien und andere hohe Schenkungen. Sie schuf ein Krankenhaus, speiste Arme und Sieche. Sie war unverheiratet und starb "hoch betagt" (um 1085). Sie wurde zunächst im alten Dom zu Köln beerdigt, später nach Fertigstellung des neuen Chorumganges, in der Agneskapelle.

Dass sie mit ihrer Cousine, Königin Richeza von Polen, in dieser Agneskapelle des Domes zu Köln ihre letzte Ruhestätte fand, läßt die Bedeutung ihrer Persönlichkeit erkennen.

Möge sie mit ihren Leistungen, ihrer reinen Seele, ihrer gottverehrenden Demut, Bescheidenheit und Nächstenliebe für alle Suchenden stets ein Vorbild sein, die vor ihrem Sarkophag im Dom stehen und lesen:

Grab der Hl. Irmgardis, Kölner Dom

Mittwoch, 31. August 2016

Ein Stück Süchtelner Irmgardisstift hat überdauert

Alte Paramente des Süchtelner Irmgardisstiftes befinden sich im Mönchengladbacher Exil. Schon in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die roten Paramente aussortiert. Erfreulicherweise hat ein Stück Süchtelner Geschichte überdauert.

Interessantes über den Verbleib und die weitere Nutzung der roten Paramente finden Sie hier

Paramente aus dem Süchtelner Irmgardisstift

Donnerstag, 18. August 2016

Hymnus zur Heiligen Irmgardis


Sei gegrüßt im Heiligenscheine, 
St. Irmgardis, engelreine
Markelose Braut des Herrn!
Du der Auserwählten Wonne,
strahlest heller als die Sonne,
Milder als der schönste Stern.

St. Irmgardis, hehre Blume,
die erblühet Gott zum Ruhme,
Gruß sei Dir viel tausendmal!
Gruß Dir reinster Liebe Flamme,
die entbrennt dem Gotteslamme,
Gruß sei dir im Himmelssaal!

Deines Lebens heil´ge Reinheit,
Deiner Tugend echte Wahrheit
Sind uns sichres Unterpfand:
Wer dich sucht mit reinem Herzen,
Führest Du durchs Tal der Schmerzen
Auf zu Gott mit Mutterhand.

Darum wir auch voll Vertrauen
Betend zu dir aufwärts schauen,
Süßer Trost in Trauigkeit!
Lehr´ geduldig du uns tragen
Kreuz und Leid und Erdenplagen
unsres Leibs Gebrechlichkeit!

Lehr der Tugend Pfad uns wallen,
keusch und rein dem Herrn gefallen,
Treu ihm dienen allezeit!
Daß wie Du auch wir in Frieden 
nach des Lebens Kampf hinieden
ernten Himmels Seligkeit.

Laß des Todes Not sich wenden,
wenn wir dann dereinstens enden,
Dienend dir, den Lebenslauf;
Sei dann Führer unserer Seele,
Daß ihr Ziel sie nicht verfehle,
Trage Sie zu Gott hinauf!

Melodie: Ave Maris Stella

Irmgardiskapelle, Altar

Text entnommen aus:
Die hl. Irmgardis von Süchteln
Dr. Peter Norrenberg
Pfarrer von Süchteln
1894